Mondioring in Deutschland - Das Seminar - 16. und 17.02.2008

Nachdem sich durch die verschiedenen Foren in Deutschland eine Gruppe von ernsthaften Mondioring Hundesportlern virtuell gefunden hatten entschied sich einer von Ihnen - Hubert Mayr - zum nächsten Schritt, nämlich alle diese Leute zu einem Seminar in Deutschland zu versammeln. Hubert hatte bereits durch einen Trainingsaufenthalt in Belgien - beim KBH Westerlo die nötigen Kontakte knüpfen können um entsprechend qualifizierte Seminarleiter nach Deutschland zu holen. Westerlo ist einer der erfolgreichsten Vereine im Belgischen Ring- und Mondioring und wenn man sich schon entschied ein solches Seminar auf deutschem Boden zu verantstalten dann sollte es auch auf einem hohen Niveau stattfinden und die noch fehlende praktische Kenntnis aus erster Hand zu erlernen.

Im Februar 2008 unmittelbar vor dem Saisonstart in Belgien konnte ein Termin gefunden werden und das Seminar wurde in den deutschen Foren bekanntgegeben. Die Frage war wie solch ein Unterfangen durch die deutschen Mondiroingfreunde, die ja doch im wahrsten Sinne von Norden nach Süden verteilt waren angenommen wurde. Diese Sorge war jedoch ganz umsonst, denn schon weit vor Termin war das Seminar mit 10 teilnehmenden Hunden voll und noch mal die doppelte Menge an Zuschauern lies schnell erkennen das sich die deutschen Ringsportler diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten.

Als Seminarleiter konnte Hubert einen der bestern Figuranten und erfolgreichen Ausbilder aus Belgien - Kees Verbunt gewinnen. Kees wurde u. a. eingesetzt auf der Mondioring Weltmeisterschaft und mehreren grossen nationalen und internationalen Wettkämpfen. Auch als Ausbilder und Hundeführer hat er einen Namen in Belgien, nicht zuletzt durch den Siegen auf der Mondioringweltmeisterschaft und den Sieg bei den belgischen
Meisterschaften, sowie als Trainer erfolgreicher Hundeführer im Ring. Aber auch in Belgien arbeitet man im Team und Kees brachte einen seiner talentierten Figuranten, den Niederländer Bjorn van Stalle mit. Bjorn konnte durch seinen Auftritt beim belgischen Brevet, bei dem er als bester Nachwuchshelfer Belgiens den Sieg einfahren konnte positiv auf sich aufmerksam machen und hat bereits eine steile Karriere als IPO Helfer hinter sich wo  international seine Qualität und sein Gefühl als Pakwerker unter Beweis stellen konnte. Dritte im Bunde war Ingrid Giebel,  Mitglied des KBH Westerlo, eine in Holland lebende Deutsche die durch den Sieg mehrerer Wettkämpfe in Belgien und ihrem Start auf der Mondioring WM 2007 ein Beispiel für die erfolgreiche Ausbildungsspilosophie dieses Vereines darstellt.

Am 15.02 dem Freitag vor dem Seminar fanden sich bereits die ersten ungeduldigen Semiarteilnehmer im Hotel ein. Hier startet dann das Vorseminar denn auch die Seminarleiter waren bereits anwesend und in geselliger Runde konnte schon für die ersten dringenden Fragen Rede und Antwort gestanden werden. Pünktlich am nächsten Morgen eröffnete Hubert  Mayr das Seminar und gab den Tagesablauf bekannt. Die erste Aktion des Tages war die praktische Vorführung von Ingrid's Hund Aroune sas-van-Gent in Cat I und Bjorn's Hund Vauban du jardin de Bambou in Cat II. Diese Hunde wurden extra ausgewählt, weil es sich dabei um ehemalige IPO Hunde handelte und somit schnell deutlich wurde das auch ein Wechsel zwischen diesen Sportarten von Erfolg gekrönt sein kann und ebenso konnten die Leute sich einen Eindruck von einem vollen Programm und der richtigen Vorführweise machen.
Mit diesen Eindrücken im Kopf machte man sich dann auf zum theoretischen Teil des Seminars. Mit der Theorie handerte der ein- oder andere Teilnehmer denn die Neugier wollte endlich praktisch mit den Hunden arbeiten und Theorie im Ring schien erst mal schwer vorstellbar. Schnell wurde jedoch klar wie wichtig gerade dieser Abschnitt des Seminars war. Kees verstand es den Anwesenden den Aufbau der selbst schwierigsten Übungen im Ring zu verdeutlichen und auch wie wichtig die richtige Basis im Mondiring ist da die Übungen kontinuierlich aufeinander aufbauen. Ebenso wurde deutlich wie "jung" - also bereits im Welpenalter man bereits im Ring mit einem Hund beginnen kann/muss und wie man somit spielerich vielen Problemen in der Ausbildung vorkommen kann.

Die Köpfe voll mit Ideen und Anregungen machte man sich dann raus auf den Platz zum praktischen Teil. Das Seminar sollte sich nur auf den Schutzdienstteil des Mondioring konzentrieren da im Vorfeld schon deutlicht wurde das hier die grössten ausbilderischen Lücken zu schliessen sind. Vor allem der Aufbau der Führerverteidigung mit ein oder zwei Helfern, das Aufsuchen mit anschliessendem Transport sowie die Köningsübung im Ring, das Bewachen des Gegenstandes sollten hier das Hauptaugenmerk der Seminares sein. Kees und Bjorn erarbeiteten eine Reihenfolge der teilnehmenden Hunde so das es ermöglicht wurde jeden Hund in zwei Druchgängen zu arbeiten und Lernerfolge kontrollieren zu können.

Da Hunde wirklich jeden Nivaus vertreten waren konnten die Zuschauer und Hundefüher sich ein gutes Bild machen wie der Aufbau von statten ging. Kees und Bjorn konzentrierten sich zu 100 % auf die Hunde und konnten in kürzester Zeit Erfolge im Ausbildungsstand des Hundes verbuchen, während Ingrid für die Begleitung der Hundeführer zuständig war. Bereits im zweiten Durchgang konnten deutliche Veränderungen
in der Arbeit der Hunde verbucht werden und nur die Dunkelheit konnte den Arbeitsdrang und Wissenhunger der Teilnehmer stopppen. Hochmotiviert und voll Ideen wurden die Seminarteilnehmer gefragt auch den nächsten Morgen noch für eine kurze Arbeitseinheit zu gebrauchen und Kess, Bjorn und Ingrid willigten gerne ein.

Nach einer kurzen Nacht fand man sich wieder etwas müde, aber nicht weniger euphorisch auf dem Platz ein und Kees stellte noch mal ein logische Reihenfolge der Teilnehmer zusammen. Bis zum Mittag konnte jeder Hund noch einmal intensiv gearbeitet werden und voll mit neuen Ideen fürs heimische Training machte sich dann jeder erschöpft auf in Richtung Heimat. Es war ein Vergnügen zu sehen das es unter den Mondioringleuten so einen starken Zusammenhalt gibt, jeder half jedem und man freute sich miteinander über die kleinsten Fortschritte im Training. Alle Anwesenden waren der gleichen Meinung... dieses Seminar sollte nicht das letzte gewesen sein.....

Ingrid Giebel

Fotos folgen in Kürze...